Literatur

"Alles, was das Alleinsein aufhebt, kann trösten.
Nicht nur was von anderen gleichzeitig durchgelitten wird,
kann einen trösten,
sondern auch was von anderen früher durchlitten wurde."

Anna Seghers

Literatur

"Alles was das Alleinsein aufhebt, kann trösten.
Nicht nur was von anderen gleichzeitig durchlitten wird,
kann einen trösten,
sondern auch alles was von anderen früher durchlitten wurde."

Anna Segers

Die Cholesterin-Lüge

Zusammenhänge sind verständlich erklärt, doch leider zieht er teilweise falsche Schlussfolgerungen.

Buch03

 
Prof. Dr. med. Walter Hartenbach veröffentlichte 2002 das Buch "Die Cholesterin-Lüge".
Er wiederlegt eindrucksvoll und verständlich, warum es kein "böses" Cholesterin gibt und warum Cholesterinsenkung mehr Schaden anrichten kann, als dass es wirksam hilft.


Dieses Buch erläutert an Hand der Biochemie des Menschen, welche Rolle Cholesterin für unseren Organismus spielt und warum eine künstliche Reduzierung gefährlich sein kann.
Auf der anderen Seite ist es sehr emotional geschrieben. Prof. Dr. med. Walter Hartenbach veröffentlichte das Buch im Alter von 88 Jahren (er wurde 98 Jahre) und erscheint mir so, als ob er noch ein letztes Mal mit der "Anti-Cholesterin-Mafia" (Pharma- und Margarine-Industrie) abrechnen wollte.
Die von ihm gezogenen Schlussfolgerungen für seine Ernährungsempfehlungen haben in mir eine Rebellion entfacht und viele Fragen zum Eiweißstoffwechsel in mir hervorgerufen.

Prof. Dr. med. Walter Hartenbach kommt zu folgenden Grundregeln (es folgt ein Zitat aus seinem Buch):

  • täglich Fleisch und Fisch
  • 3 x täglich Obst und Obstsäfte, am besten beides, zum Frühstück, Mittagessen und Abendessen
  • 2 x täglich Milchprodukte und Milch. Joghurt ist besonders empfehlenswert, kann mittags und abends genossen werden.
    Ein Ei täglich unterstützt wegen seines hohen Gehalts an Vitamin A und seinem hochwertigen Eiweiß die allgemeine Leistungsfähigkeit.

"Der Mensch besteht aus Eiweiß, und seine Stoffwechselvorgänge werden im Wesentlichen durch Hormone, Vitamine und Elektrolyte (Minerale) gesteuert."
Er vertritt die Meinung, dass Eiweiße, Mineralien und Vitamine die dominierende Rolle in der Ernährung spielen. Auf der anderen Seite erklärt er jedoch auch, dass Glucose (Einfachzucker) der Energielieferant für unsere Zellen ist.
Er ist jedoch der Meinung, dass die Bereitstellung im Wesentlichen aus den Eiweißdepots erfolgen sollte, da zuviel Kohlenhydrate zu Fettsucht führen.

Unter anderem referenziert Prof. Dr. med. Walter Hartenbach auch auf das Buch "Cholesterin - Der lebenswichtige Stoff" von Dr. med. Max Otto Bruker und Ilse Gutjahr.
Dr. med. Max Otto Bruker kommt jedoch zu ganz anderen Schlussfolgerungen und Ernährungsempfehlungen, welche für mich wesentlich mehr Sinn machen.
Das zeigt mir, dass Prof. Dr. med. Walter Hartenbach dieses Buch gar nicht gelesen hat.
Dazu komme ich dann, wenn ich meine Beurteilung zu diesem Buch schreibe.

Die Biochemie sagt mir, dass der Stoffwechsel unseres Organismus zu >90% aus Energiegewinnung und <10% der Substratsynthese (Strukturaufbau) besteht.
Da unsere Zellen schnell verfügbare Glucose benötigen, ist die Zufuhr von pflanzlichen Kohlenhydraten (in erster Linie Stärke) wesentlich effektiver, als die Gewinnung aus den Eiweißdepots.

Das mir der Nahrung zugeführte Protein wird im Magen und Dünndarm zu resorbierbaren Aminosäuren gespalten. Diese gelangen zuerst in die Leber, welches das zentrale Organ für die Aminosäuren-Regulation ist.
Dort wird Stickstoff in Form von Harnstoff von den Aminosäuren beseitigt und an die Niere abgegeben.
1/3 der Aminosäuren werden als Leber- bzw. Plasmaproteine aufgebaut. Eine proteinreiche Nahrung trägt nur gering zum Anstieg der Plasma-Aminosäuren-Konzentration bei.
70 % des Anstieges dient der Verstoffwechselung im Muskel, Gehirn und Niere.
Im Nüchternzustand werden Aminosäuren aus der Muskulatur freigesetzt und in der Leber unter Freisetzung von Harnstoff wieder umgewandelt, um als Energielieferant als Glucose wieder zur Verfügung zu stehen.
Daraus schlussfolgere ich, dass dieser Prozess auch bei kohlenhydratarmer Ernährung funktioniert.
Bei diesem Prozess werden Leber und Niere stark belastet und können bei dauerhafter einseitiger Ernährung Schaden nehmen.

Proteine sind für unseren Stoffwechsel extrem wichtig, jedoch werden die meisten Aminosäuren von unserem Körper selbst synthetisiert.
Es wurden bisher 9 essentielle Proteine identifiziert, die mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Ich habe bisher noch keine Quelle gefunden, die mir sagt, in welchen Nahrungsmitteln diese essentiellen Proteine vorkommen.

Zitat aus dem Taschenatlas Ernährung Seite 140:
"Da das Muster der unentbehrlichen AS des menschlichen Proteinbedarfs nicht mit dem Nahrungsprotein übereinstimmt, haben exogen zugeführte Proteine immer eine "mindere Qualität" (< 1,00)."

Obst und Obstsäfte enthalten Fructose. Auch diese sind für die Energiegewinnung kein schnell verfügbares Glucose. Fructose muss unser Körper erst spalten und dazu braucht er auch wieder Energie.
Also ist auch die Bereitstellung von Glucose aus Fructose nicht effektiv.

Grundsätzlich ist es ein gutes verständliches Buch, aus dem ich auch viel lernen konnte. Er macht jedoch sich selbst, durch seine Schlussfolgerungen für die Ernährung, wieder unglaubwürdig.

SCHADE → Da hat mich Dr. med. Bruker mehr überzeugt.

Beide wenden sich gegen die "Anti-Cholesterin-Mafia" und empfehlen bei erhöhtem Cholesterinspiegel in erster Linie nach den Ursachen zu forschen, als gleich zu Medikamenten zu greifen.


HAFTUNGSAUSSCHLUSS:

Das hier Geschriebene ist meine rein persönliche Beurteilung und kann wissenschaftlich durchaus auch mal unkorrekt sein. Ich bin für jeden Hinweis dankbar.

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